Möglichkeiten der App Vermarktung – Teil 1: Website, Social Media, Presse, Events & Co.

Möglichkeiten der App Vermarktung – Teil 1: Website, Social Media, Presse, Events & Co.

Es gibt viele Möglichkeiten der App Vermarktung. Einerseits natürlich mithilfe von Website, Social Media, Presse, Events, persönlicher sowie bezahlter Werbung und Promotion (welche ich im heutigen ersten Artikel erläutere), andererseits durch die sogenannte App Store Optimierung (ASO), welche ich Ihnen nächste Woche in Teil 2 näher bringen werde.

Website

Bereits vor Veröffentlichung der App (etwa 1-2 Monate im Voraus) sollte eine Teaser-Website bzw. eine Microsite veröffentlicht werden. Diese sollte kurz und bündig gehalten sein und lediglich die wichtigsten App-Funktionen aufzeigen. Wenn Sie die Möglichkeiten haben ein Produktvideo zu erstellen, so binden Sie dieses ebenfalls ein und veröffentlichen Sie es zusätzlich auf einem eigenen Marken-Kanal auf YouTube. Anstelle des Videos können auf der Website natürlich auch andere Multimedia-Inhalte wie Screenshots und Podcasts integriert werden.

Social Media

Zusätzlich ist es auch von großer Bedeutung, regelmäßig die verschiedensten Social Media Kanäle zu bespielen – neben Facebook dürfen auch Twitter, Google+, LinkedIn, XING, etc. nicht vergessen werden. Alle, die in diesem Bereich auf dem neuesten Stand sein möchten, sollten in jedem Fall auch einen Blick auf Plattformen wie Instagram, Pinterest, Vine und Yappie (früher Dubbler) werfen.

Bei Facebook können Sie neben einer klassischen Fan-Seite auch eine Gruppe erstellen, welche als Austausch-Plattform für Interessierte dient und sich mit Themen beschäftigt, die auch in der App aufgegriffen werden. Auf diese Weise erschafft man eine hervorragende Below-the-line Werbemöglichkeit für die App. Weiters kann auch versucht werden, Betreiber ähnlicher Facebook-Seiten zu überzeugen, dass die eigene App eine Erwähnung wert ist.

Um das Thema Social Media abzurunden, ist es natürlich auch eine hervorragende Idee einen eigenen Blog einzuführen. Hier sollten Sie darauf Acht geben, dass nicht nur die App selbst beworben, sondern ein Mehrwert mit themenaffinem Content geliefert wird. Hierfür sind allerdings nicht unerhebliche zeitliche Ressourcen einzuplanen.

Presse und Blogger

Die einfachste Möglichkeit Presse und Blogger auf sich aufmerksam zu machen, ist es eine Aussendung zu verschicken, die die Neuheit der App und seiner Funktionen unterstreicht. Natürlich gibt es auch einen pro-aktiven Weg, der allerdings mehr Zeit und Arbeit in Anspruch nimmt.

Geht man diesen, sollte im ersten Schritt eine Recherche nach App-Blogs und Review-Seiten erfolgen, die einerseits thematisch passen, andererseits natürlich auch an der Erwähnung der App interessiert sein könnten. Hier sollte darauf Acht gegeben werden, dass das Anschreiben auch auf jeden Empfänger persönlich zugeschnitten ist und keine Massenmail versendet wird. Kurz gesagt, in dieses E-Mail sollte dieselbe Sorgfalt fließen, wie in eine Jobbewerbung.

Außerdem ist es essentiell die folgenden Inhaltspunkte zu beachten:

  • Detaillierte Informationen zur App
  • Heraushebung des USPs (Unique Selling Proposition, also das Alleinstellungsmerkmal im Vergleich zur Konkurrenz)
  • Download-Links
  • Kontaktdaten
  • Zusätzlich kann – wenn vorhanden – ein Video angehängt werden
  • Handelt es sich bei der App um eine Bezahl-App für iOS, sollte für Review-Anfragen immer ein Promotion Code zum Gratis-Download mitgesandt werden. Bei iTunes Connect können vom Admin 100 solcher Codes angefordert werden.

Im besten Fall werden Sie nicht nur mit der Vorstellung Ihrer App belohnt, sondern können sogar langfristige Blogger-Relations aufbauen.

Events und Awards

Eine hervorragende Möglichkeit der Öffentlichkeitsarbeit ist es, Veranstaltungen zu besuchen und sich mit Gleichgesinnten auszutauschen, um wichtige Kontakte zu knüpfen. Noch besser ist allerdings, als Vortragender aufzutreten und mit Know-How zu punkten – womit die Aufmerksamkeit von Interessenten automatisch auf einen gelenkt wird.

Auch die regelmäßige Einreichung bei Awards bewirkt einiges. Schon eine Nominierung bringt Aufmerksamkeit und Reichweite, ganz zu schweigen von einem tatsächlichen Platz am Treppchen. Kaum eine andere Möglichkeit erhöht die Reputation einer App mehr. Aus diesem Grund ist es auch empfehlenswert, das Nominee- bzw. Winner-Logo anschließend auf die Website zu packen.

Wer möchte, kann auch den anderen Weg gehen und selber Contests veranstalten, sodass die App bzw. das Unternehmen als Sponsor wahrgenommen wird.

Persönliche Werbung

In erster Linie sollte man die persönlichen Kontakte nutzen und Freunde bzw. Bekannte auf die App aufmerksam machen. Hier sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt: Vom Ausschicken einer Mail an den Email-Verteiler bis hin zur Einladung aller Freunde zur Facebook App-Seite.

Kleine, effektive Methoden, die leider oft vergessen werden, sind die Erwähnung der App in der Email-Signatur beziehungsweise in der Ansage des Anrufbeantworters.

Bezahlte Werbung

Trotz der vielen oben erwähnten Tipps zur Vermarktung einer App, bleibt die bezahlte Werbung natürlich nicht ganz aus.

Hier sollte zuallererst abgewogen werden, wo die potenziellen Nutzer am ehesten anzutreffen sind. Anschließend kann die Werbung ganz gezielt auf die Nutzergruppe zugeschnitten und ausgespielt werden: Sowohl online über Facebook, Twitter, Google AdWords (Suchmaschinenwerbung), Google AdSense (bezahlte Bannerwerbung), bezahlte redaktionelle Beiträge, etc. oder klassisch in Print, Radio, TV und Co. Die Mischung macht‘s.

Promotion und Nutzer-Einbindung

Zu guter Letzt muss natürlich auf den Nutzer eingegangen werden, um ihn vom Download der App zu überzeugen. Aus diesem Grund sollte die App am Anfang gratis oder zumindest zu einem Promotion-Preis angeboten werden, später sind auch kostenpflichte Upgrades möglich.

Die Integration einer Share-Funktion in der App forciert automatisch Word-of-Mouth.

Äußerst wichtig ist der User-Support und die Reaktion auf negative Kritik. Die Beantwortung von Anfragen sollte immer möglichst zeitnahe geschehen und vor allem hilfreich sein: Das heißt, auch wirklich auf die Fragen und Probleme der Nutzer einzugehen, keine Standard-Antworten zu liefern und vor allem eine Lösung anzubieten.

Wie bereits erwähnt, finden Sie nächste Woche in Teil 2 die Grundlagen zur App Store-Optimierung.

Ein Kommentar

  • Liebe Mariana,

    super Blogartikel, der auf positivem Weg zeigt, wie komplex und vielseitig solch eine App-Vermarktung bei nun mittlerweile knapp 2 Millionen Apps in den App-Stores, ist. Vor allem machst du deutlich, dass es immer darauf ankommt, um was für eine App es sich handelt und wen man damit ansprechen möchte.
    Neben spezifischen App-Marketingmitteln muss auch auf klassische Werbemethoden gesetzt werden. Als Update zu diesem Artikel zeigt folgender Blogartikel ganz spezielle und exquisite Möglichkeiten auf, um in den App-Stores und bei den Nutzern bekannt zu werden:

    Was hälst du davon?

    Liebe Grüße
    Johanna

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.