Social Logins – Fluch oder Segen?

Social Logins – Fluch oder Segen?

Gastbeitrag von Julia Pleschke, MSc – Inhaberin der Agentur smoonr – social media mobile online relations.

Wahrscheinlich sind Ihnen diese neuen Registrierungs- und Login Varianten schon einmal bei einer mobilen Anwendung untergekommen: Anstatt sich wie gewohnt mit E-Mail-Adresse und Passwort neu anzumelden, wird man immer öfter mit so genannten Social Logins konfrontiert. Hier bietet Ihnen die App ganz einfach eine Abkürzung über Ihre Zugangsdaten zu Facebook, Twitter oder Google+ an. Gewähren Sie der App nämlich Zutritt zu Ihrer sozialen Medienpräsenz, erwirbt diese automatisch Ihre E-Mail Adresse und Profilinformationen und Sie ersparen sich das oft umständliche und langwierige Eintippen von Benutzerdaten.

Social Logins bei den Apps Glasartig und mobile-pocket

Screenshots: Social Logins bei den Apps glasartig und mobile-pocket

Auf der anderen Seite erhalten die App-Betreiber dadurch verifizierte, aktuelle und persönlichere Kundendaten. Naturgemäß werden bei der Verwendung sozialer Logins Proteststimmen laut, die sich sowohl in ihrer Privatsphäre als auch ihren Datenschutzvorlieben beeinträchtigt sehen. Theoretisch ist es so natürlich auch möglich, dass die App-Betreiber mehr als nur die üblichen Profilinformationen aufrufen, vielleicht sogar Ihre Fotoalben, Reiseziele und Freunde durchstöbern – ein Türöffner in den Marketinghimmel jedes Händlers. Aber keine Sorge, dies ist nur mit Ihrer vorherigen Zustimmung möglich.

Grundsätzlich muss gesagt sein, dass Social Logins für alle NutzerInnen eine wirklich praktische Alternative zur herkömmlichen Registrierung darstellen. Für die BetreiberInnen eines mobilen Services bedeutet die Integration eines Social Logins durchschnittlich eine Steigerung der validen Registrierungen von 50%, im Vergleich zu einem herkömmlichen Anmeldeformular.

Darüber hinaus werden für beide Seiten zwei beschwerliche Hürden aus dem Weg zum erfolgreichen Login geräumt:

  1. Das Vergessen des Passworts: Durch den Social Connect brauchen Sie sich kein neues Passwort überlegen und verwenden stattdessen ein bereits verwendetes mehrfach.
  2. Die Authentifizierung des neuen Benutzerprofils: Durch das Akzeptieren der Verbindung von App und Ihrem sozialen Profil wird auch die Bestätigungs-E-Mail nach der Registrierung obsolet und Sie können die App in wenigen Sekunden in vollem Umfang nutzen.

Somit kann das Fazit für App-Betreiber nur lauten:

Erhöhen Sie die Anzahl Ihrer validen User durch das Anbieten des alternativen Social Logins, doch behalten Sie auch die herkömmliche, anonymere Art der Registrierung bei, um alle Ihre Kunden weiterhin zu servicieren.

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