Die Entstehung einer Mobile App: Von der Idee über den App Store aufs Smartphone – Teil 2

Die Entstehung einer Mobile App: Von der Idee über den App Store aufs Smartphone – Teil 2

In „Entstehung einer Mobile App – Teil 1″ haben wir die Schritte der App-Erstellung von der Idee, über das Konzept bis hin zum Design beleuchtet. Teil 2 beschäftigt sich mit den nächsten Schritten im Erstellungsprozess: von der Umsetzung bis hin zur Einreichung in die Stores und darüber hinaus.

Erstellung einer App

Zur Erstellung einer App gehören mehrere Schritte.

Qualitative Umsetzung

Starten Sie bei der Umsetzung mit der Basis und bauen Sie diese dann Schritt für Schritt aus, so haben Sie relativ rasch lauffähige Versionen und können diese zeitnah auf ihre Nutzbarkeit und Usability hin prüfen. Schrecken Sie nicht davor zurück, im Falle des Falles, während der Umsetzung die Bremse zu ziehen und einzelne Module noch einmal zu überdenken und zu optimieren.

Entwickeln Sie die App zu Beginn nur für eine Ihrer Zielplattformen und testen Sie diese dort ausgiebig. Erst wenn Sie mit dem Ergebnis zufrieden sind, sollten Sie mit der Entwicklung der weiteren Plattformen beginnen. So sparen Sie sich im Falle von Änderungen oder essenziellen Problemen den mehrfachen Anpassungsaufwand.

So schön grafische Spielerein und Animationen auch sein mögen, wenn diese nicht flüssig und reibungslos auf allen Plattformen bzw. Zielgeräten laufen, sollten Sie lieber darauf verzichten bzw. nach funktionierenden Alternativen suchen. Als Entwickler ist man es meist gewohnt mit Highend-Smartphones der letzten Generation zu arbeiten, aber bedenken Sie, dass die reale Smartphone-Welt zu einem erheblichen Teil auch aus 2-3 Jahre alten Lowend-Geräten besteht.

Schließlich sollten Sie auch während der Entwicklungsphase am Ball der Zeit bleiben und so weit möglich Änderungen und Neuerung von Betriebssystemen, eingesetzten Komponenten oder aufkommenden Standards mitberücksichtigen.

Strukturiertes Testing

Bedenkt man, dass die Einreichung von einer neuen Version der App in den Apple Store schon einmal 2 Wochen dauern kann, ist es umso wichtiger, von Anfang an ein gut funktionierendes und fehlerfreies Produkt zu entwickeln.

Legen Sie sich einen Testplan für die im Konzept definierten Use Cases zurecht, den Sie auch später bei jeder neuen Version der App wiederholen können. Beachten Sie auch non-funktionale Anforderung: Testen Sie die App mit einer schlechten Datenverbindung, ohne Datenverbindung, auf diversen Endgeräten mit unterschiedlicher Auflösung, Bildschirmgröße und Pixeldichte, sowie auf unterschiedlichen Betriebssystemversionen und Geräteklassen.

Dazu verfügen Sie im Idealfall selbst über einen entsprechend ausgestatteten Pool von Testgeräten. Exotische Geräte oder jene die Sie gerade nicht zur Hand haben, können Sie auch über diverse Online-Dienste für eine gewisse Zeitdauer mieten und per Remote-Steuerung und Bildschirmübertragung zum Testen Ihrer App nutzen.

Regel Nummer Eins: Testen Sie niemals alleine oder Ihre eigene Arbeit. Nutzen Sie mehrere Tester und holen Sie sich auch Feedback von Personen ein, die mit dem Projekt nicht vertraut sind bzw. von technisch weniger versierten Nutzern.

Geplante Veröffentlichung

Für die Veröffentlichung in den Stores brauchen Sie in jedem Fall einen prägnanten Namen, eine kurze knackige Beschreibung, das App-Icon und Screenshots Ihrer App. Denken Sie bei der Auswahl der Screenshots bzw. deren Reihenfolge daran, dass für den ersten Eindruck Ihrer App beim Nutzer nur die Kombination aus Titel, App-Icon und dem ersten Screenshot verantwortlich ist.

Eine Überlegung die allerdings nur für Android-Apps relevant ist, ist die Einreichung in alternative Stores wie den Amazon App-Shop für Android oder GetJar. Außerdem können Sie Android-Apps theoretisch auch als direkten Download über Ihre Website anbieten.

Vergessen Sie nicht zu bedenken, dass für die Einreichung in den Stores unterschiedliche hohe Gebühren der Betreiber anfallen, und dass Apps im Falle des Apple App Stores und des Windows Phone Stores beim Einreichen einen bis zu 2 Wochen dauernden Review-Prozess durchlaufen müssen.

Gezielte Vermarktung

Nach der Veröffentlichung der App steht die Vermarktung auf dem Programm. Nutzen Sie Social Media-Kanäle und Ihrer eigene Website für die Promotion und binden Sie dort ruhig die einzelnen App Store-Badges (mit direkter Verlinkung zu den Stores) als Wiedererkennungsmerkmal ein. Auf Print-Medien sollte neben den gedruckten Links und den Store-Badges auch ein QR-Code für den einfachen Aufruf der Stores abgedruckt sein. Im Idealfall nutzen Sie nur einen gemeinsamen QR-Code und leiten den Nutzer anhand einer serverseitigen Geräteerkennung zum passenden Store weiter.

Die Kür ist, es in eines der App Store-Featurings und damit auf die Startseite bzw. in die Charts zu schaffen. Darauf haben Sie selbst leider keinen Einfluss. Aus diesem Grund bleibt Ihnen nur harte Arbeit um die beste App zu bieten, Bekanntheit sowie Downloadzahlen weiter zu steigern und dadurch die Aufmerksamkeit der Nutzer und der Store Betreiber auf sich zu lenken.

Und nun?

Eine App zu erstellen ist wie ein Haus zu bauen: Man ist nie fertig, denn wenn es nichts Neues zu bauen gibt, dann muss zumindest etwas repariert oder restauriert werden.

Behalten Sie die einzelnen Feedbacks in den App Stores im Auge und reagieren Sie gezielt auf gemeldete Probleme und Erweiterungswünsche. Testen Sie die App schon vor der Veröffentlichung von neuen Betriebssystemversionen auf diesen und adaptieren Sie die App gegebenenfalls. Analysieren Sie regelmäßig die Konkurrenz, strengen Sie Ihre grauen Zellen an und versuchen Sie die App Stück für Stück zu optimieren und regelmäßige Updates zu veröffentlichen. So können Sie die Nutzer, durch die automatisch am Gerät (inkl. Beschreibung der Änderungen) angezeigten Updates, mit neuen Funktionen überraschen und wieder an die Nutzung der App erinnern.

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