Geofencing – Interagieren ohne Reagieren

Geofencing – Interagieren ohne Reagieren

Für viele Personen ist folgende Situation sicher Alltag:

Während der Arbeit erinnert man sich daran, dass man nach Feierabend noch schnell ein paar Kleinigkeiten aus dem Supermarkt holen muss. Heutzutage kein Problem mehr, im Zeitalter von Apple & Co ist dies mittlerweile ganz einfach: Das Smartphone ist schnell aus der Tasche gezogen und ein Wecker mit entsprechendem Erinnerungstext ist ebenso schnell gestellt. Aber meistens läuft nicht alles nach Plan, so kommt es oft vor, dass man Überstunden machen muss und natürlich nicht pünktlich aus dem Büro kommt. Wenn dann noch alle 5 Minuten die Schlummertaste gedrückt werden muss, ist dies alles andere als erfreulich.

Wie praktisch wäre es da, wenn das Smartphone von selbst erkennt, wann der Arbeitsplatz verlassen wird und automatisch an die zu erledigenden Einkäufe erinnert, ohne eine vordefinierte Zeit einstellen zu müssen.

Genau diese Art von „berührungsloser“ Smartphone-Interaktion ist bereits möglich und kann unter dem Namen Geofencing zusammengefasst werden.

Mithilfe von Geofencing können dem Smartphone bestimmte geografische Regionen angelernt werden, um anschließend automatische Vorgänge auszulösen, wenn die vordefinierte Region betreten oder verlassen wird.

Ein solcher Anwendungsfall wäre zum Beispiel eben das automatische Erinnern an anstehende Termine beim Betreten oder beim Verlassen des Arbeitsplatzes. Ein anderes Anwendungsszenario ist, je nach Entfernung die Heizung Zuhause automatisch zu regulieren. Etwa bei der Abfahrt in den Urlaub: Die Heizung deaktiviert sich automatisch und aktiviert sich rechtzeitig vor der Rückkehr. Dies spart nicht nur Geld, sondern auch Zeit und Nerven! Eine solche Applikation ist zum Beispiel die von bluesource entwickelte App ÖkoFEN.

ÖkoFEN App

Screenshot: ÖkoFEN App

Das von Android und iOS unterstützte Geofencing besitzt eine große Bandbreite an Verwendungsmöglichkeiten, wie unterschiedlichste Anwendungen in den jeweiligen App Stores beweisen. Mit Hilfe von Geofencing wird in gewissen Abständen die Nähe des Smartphones zu den sogenannten „Geofences“ (also den geografischen Regionen von Interesse) durch Ortsbestimmung ermittelt.

Auf iOS-Geräten funktioniert diese Lösung bereits außerordentlich gut, bei Android gibt es noch Unterschiede bezüglich der Verlässlichkeit, was auf die verschiedenen Smartphone-Hersteller zurückzuführen ist.

Der generelle Weg ist jedoch klar: Smartphones lernen zunehmend, uns im Alltag automatisch zu unterstützen, ohne dass eine permanente, direkte Interaktion nötig ist. Geofencing stellt hierbei auf jeden Fall einen riesigen Schritt in die richtige Richtung dar.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.