Flat Design: Der globale „weniger ist mehr“ Trend

Flat Design: Der globale „weniger ist mehr“ Trend

Immer wieder entwickeln sich globale Trends im App-Bereich, die man als UX-Designer nicht ignorieren kann. Hat man noch vor einigen Jahren versucht, möglichst naturgetreu und skeuomorph – also die Realität nachahmend – zu gestalten, so ist heutzutage Flat Design das Zauberwort.

iOS, Android oder Windows Phone – keine der Plattformen kann sich dem Puls der Zeit widersetzen. Alle drei orientieren sich in ihren aktuellen Design-Guidelines stark am Flat Design. Im Folgenden werden nun die wichtigsten Fragen zu diesem Thema geklärt.

Was bedeutet Flat Design?

Beim Flat Design handelt es sich um einen grafisch minimalistischen Gestaltungsstil. Es wird also auf realistische Darstellungsformen verzichtet und getreu dem Motto „Weniger ist mehr“ designed.

Was kennzeichnet Flat Design?

Der Fokus liegt neben den flachen, klaren Formen und der differenzierten, klaren Typografie vor allem auf coolen Animationen und den Funktionen selbst. Dies heißt im Detail:

  • Es gibt kaum Farbverläufe, Texturen oder Plastizität (also beispielsweise Schatten, um einen 3D-Effekt zu erzeugen).
  • Im Flat Design spielen klare Farben eine große Rolle.
  • Typografie wird zum Gestaltungsmittel, allerdings nur durch wenige, jedoch sehr unterschiedliche Textklassen.
  • Das Design ist nicht überladen, es wird sich also auf das Wichtigste beschränkt.
  • Generell ist viel Weißraum – Leerbereiche und Abstände zwischen einzelnen Elementen –  im Design zu finden.
  • Schatten werden beim Flat Design weitgehend vermieden (wie z. B. bei iOS8). Android macht hier mit Material Design eine Ausnahme und setzt verstärkt in Echtzeit animierte Schatten und Lichteffekte ein.
Redesign der Apo App

Screenshots: Redesign der ApoApp

Warum ist Flat Design auf dem Siegeszug?

Mit Flat Design wurde der 1. Schritt in die Zukunft eines rationaleren und funktionaleren Designs gemacht. Die Zeit der 3D Buttons, Spiegelungen und haptischen Oberflächen (Leder- oder Holz-Optik) ist längst vorbei. Im Sinne einer guten Usability soll Flat Design nun selbst die Inhalte strukturieren, übersichtlich darstellen und die Funktionen in den Vordergrund stellen.

Durch die große Menge an unterschiedlichen Ausgabemedien (Smartphones, Tablets, Laptops, Desktop-Rechnern, Beamer, Konsolen) haben sich die Anforderungen an Apps und vor allem an Webseiten verändert, was zu gewissen Einschränkungen in der Gestaltung führte. Mittlerweile ist Flexibilität in der Darstellung (Hochformate, Querformate, unterschiedlichste Bildschirmgrößen), Flexibilität in der Bedienung (mit dem Finger oder mit der Maus) und ressourcenschonendes Design (schlechte Datenverbindung, schwache Prozessoren in einfachen Smartphones) gefragt.

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