Barcode scannen leicht gemacht mit der Mobeam Lösung

Barcode scannen leicht gemacht mit der Mobeam Lösung

Im folgende Artikel wollen wir das Konzept von Mobeam erklären und gehen dazu auf die wichtigsten Aspekte etwas genauer ein.

Wozu Mobeam?

Wer bereits eine Kundenkarten-App am Smartphone verwendet, wird wahrscheinlich das Problem kennen, dass manche Barcodescanner den Barcode vom Handydisplay nicht abscannen können. Mobeam versucht dieses Problem zu lösen.

Was ist das Problem beim Scannen vom Display?

Es gibt heutzutage mehrere verschiedene Arten von Barcodescannern. Die am weitesten verbreiteten Scanner sind folgende zwei:

1. Imager

Diese Scanner besitzen eine integrierte Kamera. Die Funktionsweise kann mit einer Smartphone-App zum Barcode-Scannen verglichen werden. Die im Imager enthaltene Kamera macht ein Bild des Barcodes, welcher von der Software erkannt und dekodiert wird. Image-Scannern ist es möglich, Barcodes vom Smarthpone-Display zu scannen.

 2. Lasercanner

Der Barcode wird mit einem Laserstrahl abgetastet und der Laserscanner misst das reflektierte Licht. Dies ist möglich, da die weißen Striche den Laserstrahl besser reflektieren als die schwarzen und der Laserscanner dadurch den Barcode erkennen und dekodieren kann.

Dieses Prinzip funktioniert mit einem Smartphone-Display allerdings nicht. Da ein Display seine Farben durch die Hintergrundbeleuchtung und nicht durch das einfallende Licht (in diesem Fall der Laserstrahl des Laserscanners) erzeugt, werden die weißen und schwarzen Striche am Display annähernd gleich gut reflektiert. Aus diesem Grund kann der Laserscanner die Farben nicht unterscheiden und den Barcode nicht lesen.

Laserscanner

Laserscanner

Wie löst Mobeam dieses Problem?

Für Mobeam wird im Smartphone zusätzliche Hardware verbaut. Dies ist nichts anderes als eine spezielle LED, die genau dieselbe Impulsfolge von Licht aussendet, die von einem normalen Barcode reflektiert werden würde. Der Laserscanner wird hier quasi „ausgetrickst“, indem er nicht das selbst ausgesendete und vom Barcode reflektierte Licht misst, sondern das Licht, das von der im Smartphone verbauten LED ausgesendet wird.

Welche Nachteile hat Mobeam?

Einerseits wird für die Verwendung von Mobean zusätzliche Hardware im Smartphone benötigt. Daher ist es bei bereits bestehenden Smartphones leider nicht möglich, die Mobeam Funktionalität über Software nachzurüsten. Momentan ist die dafür nötige Hardware nur in 3 Smartphones der Marke Samsung verbaut: Galaxy S4, Galaxy S5 und Note 3. Da Samsung allgemein, bzw. im Besonderen die S-Serie von Samsung, einen relativ hohen Anteil des Android-Marktes belegt, kann davon ausgegangen werden, dass die Mobeam Funktionalität in naher Zukunft von etwa 25% der Android Smartphones unterstützt wird – Tendenz steigend, sofern Samsung diese Technologie nicht fallen lässt.

Andererseits kann Mobeam Daten nur an Laserscanner übertragen, allerdings nicht an andere Arten von Barcodescannern, darunter der Imager. Dieses Problem lässt sich allerdings einfach umgehen und kann gelöst werden, indem am Display zusätzlich noch der „klassische“ Barcode angezeigt wird, der von Imager gelesen werden kann. Dadurch würde man eine nahezu 100%ige Kompatibilität mit den momentan am Markt verfügbaren Barcodescannern erreichen.

Alternativen zu Mobeam

Die Kundenkarten-Daten könnten beispielsweise auch per NFC vom Smartphone zum Kassensystem übertragen werden. Dies erfordert allerdings hohe Investitionen der Händler, da diese ihre Kassen flächendeckend mit der entsprechenden NFC Hardware ausrüsten müssten. Nachteil dieser Lösung wäre außerdem, dass NFC nicht in allen aktuellen Smartphones verbaut ist, beispielsweise fehlt es auch in der aktuellen Version des iPhones noch.

Eine alternative Lösung gibt es in Form des barcode-whisperers auch von bluesource. Der sogenannte barcode-whisperer stellt eine kostengünstige Hardware dar, die als Zubehör an bestehende Laserscanner oder über USB an den POS angeschlossen werden kann. Diese Technologie ist mit allen bestehenden Smartphones kompatibel, allerdings sind hier ebenso wie bei NFC Investitionen der Händler notwendig – allerdings in viel geringerem Ausmaß als bei NFC. Mehr Informationen über den barcode-whisperer sind unter www.barcode-whisperer.com zu finden.

barcode-whisperer

Screenshot: Die barcode-whisperer App

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.