Android L: Lollipop, Licorice oder doch Lemon Meringue Pie?

Android L: Lollipop, Licorice oder doch Lemon Meringue Pie?

Wie der Name des neuen Android Betriebssystems mit der Abkürzung „L“ genau lauten wird, ist noch nicht bekannt. Was jedoch bekannt ist, sind die neuen Features, die im Zuge der Google I/O in San Francisco präsentiert wurden. Auf dieser Konferenz wurde eine Vorschau geboten, welche Neuerungen in Android L umgesetzt wurden. Android L wird voraussichtlich Ende des Jahres veröffentlicht.

Material Design

Die größte Neuerung des Betriebssystems Android L ist das Material Design. Mit neuen Animationen und Echtzeit-Schatten will Google seine grafischen Elemente optisch aufbessern und lebendiger darstellen. Der Hauptfokus liegt hierbei auf dem Touch-Feedback, das mit Animationen und Schatten hinterlegt ist, sowie auf den Animationen beim Bildschirmwechsel.

Im Zuge der Konferenz wurden zwei neue Widgets mit den Namen „RecyclerView“ und „CardView“ vorgestellt. Die RecyclerView ist eine verbesserte ListView, die in erster Linie eine Performance-Steigerung verspricht. In der neuen CardView können Entwickler wichtige Informationen in Form von Karten anzeigen, welche über ein einheitliches Aussehen verfügen.

CardView

CardView
Quelle: https://developer.android.com/preview/material/index.html

Google überarbeitete außerdem die Multitasking-Ansicht, die jetzt auf dieser neuen CardView basiert.

Das Material Design wird zukünftig nicht nur in den Apps eingesetzt werden, sondern auch in den Web-Browsern.

Die Richtlinien für das Material Design können unter folgenden Links nachgeschlagen werden:

Benachrichtigungen und personalisierte Entsperrmethoden

Eine weitere Neuerung, die auf der Konferenz vorgestellt wurde, ist die Verbesserung der Benachrichtigungen. Der Lockscreen gewährleistet nun Zugriff auf diese Benachrichtigungen. So wird zum Beispiel durch die Berührung der Benachrichtigung die dazugehörige App geöffnet.

Verbesserte Benachrichtigunge

Verbesserte Benachrichtigungen
Quelle: http://developer.android.com/preview/images/notifications/AntiSample3.png

Personalisierte Entsperrmethoden nennt sich ein weiteres Android L Feature, das eine spezielle Absicherung beim Entsperren des Smartphones darstellt. Diese Absicherungen können zum Beispiel ortsgebunden sein. Ist der Benutzer mit dem Heim-WLAN verbunden, wird kein Entsperrcode am Smartphone abgefragt, sondern der Benutzer kommt direkt zu seinem Homescreen. Mit Bluetooth-Geräten verhält es sich ähnlich. Trägt der Benutzer eine Android Wear-Smartwatch und ist er mit seinem Smartphone verbunden, wird auch hier kein Entsperrcode abgefragt und er ist automatisch authentifiziert. Nimmt der Benutzer jedoch seine Wear-Smartwatch wieder ab, wird auf dem Smartphone der Entsperrcode abgefragt.

ART

Ein weiterer wichtiger Punkt der Google I/O Präsentation in Bezug auf Android L war ART. ART ist die neue Android Runtime, die bereits in Android KitKat vorgestellt wurde und nach und nach die aktuelle Runtime DALVIK ablösen soll. Dadurch will Google eine Performanz-Verbesserung aller Apps erzielen und die allgemeine Akkulaufzeit verlängern.

Fazit

Wirklich weltbewegende neue Features wurden uns auf der Google I/O in Bezug auf Android L nicht präsentiert.

Allerdings wird mit dem sogenannten Material Design eine klare und schlichte Designphilosophie definiert. Dies soll in Zukunft eine Vorgabe für App-Entwickler darstellen, um übersichtlichere Apps zu schaffen. Diese Richtung erinnert auch stark an Apples Änderungen im Zuge von iOS 7.

Neben der Designkomponente entwickelt sich Android mit ART auch in Bezug auf Performance der gesamten Runtime weiter. Das klingt in der Theorie sowohl für Entwickler als auch für Endbenutzer nach einer großartigen positiven Veränderung. Wie stark sich die neue Runtime letztendlich wirklich von der alten abhebt, wird sich aber erst herausstellen. Wir, das expertenteam@bluesource.at, sind auf jeden Fall schon gespannt.

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